Asbestbeton

As|bẹst|be|ton 〈[-tɔ̃] od. [-tɔŋ] m. 6; unz.〉 durch Beimischung von Asbest temperaturbeständig u. biegefest gemachter Beton

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Asbẹstbeton,
 
Asbẹstzement, Gemisch aus einem Gewichtsteil feinstzerfasertem, mittellangem Serpentinasbest und sechs bis zehn Gewichtsteilen Zement, das erhärtet eine hohe Biege- und Druckfestigkeit besitzt; Dichte 1,5-2,2 g/cm3. Es wurde unter Wasserzusatz als Spritzasbest zu Feuerschutz-, Dämm- und Isolierstoffen verarbeitet oder, mit wässeriger Zementbrühe angemacht, in Maschinen zu ebenen Asbestbetonplatten (Asbestschiefer), zu gewellten Platten (Wellasbest) verarbeitet, zum Teil auch handverformt, zu Asbestbetonformstücken und unter hohem Druck zu Asbestbetonrohren. Asbestbetonerzeugnisse wurden für Bedachungen, Außenwandverkleidungen, als Druck-, Abwasser-, Abgas- und Entlüftungsrohre u. a. verwendet. Ihr Einsatz wurde unter Berücksichtigung gesundheitlicher Aspekte (Asbesterkrankungen) erst stark reduziert und ab 1994 in Deutschland verboten (seitdem ersetzt durch Faserzement). - Asbestbeton wurde bereits in den frühen Hochkulturen bei Bauwerken als Mörtel verwendet.

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As|bẹst|be|ton, der: Asbestzement.

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Asbest — As|bẹst 〈m. 1; Min.〉 faseriges, grausilbernes Mineral, Verwitterungsprodukt von Hornblende od. Serpentinstein, wärmedämmend (aus Gesundheitsgründen als Baustoff zunehmend ersetzt) [zu grch. asbestos „unauslöschlich“ <grch. a „nicht“ +… …   Universal-Lexikon

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